Der Kiebitz (Vanellus vanellus),

Vogel des Jahres 1996 und 2024

 

 

Erkennungsmerkmale: In der freien Natur erkennt man den Kiebitz sofort. Ein auffälliger Vogel (ca. 30 cm groß) mit schwarzer Oberseite mit grünlich schimmerndem Metallglanz und weißer Unterseite mit schwarzem Brustband sowie eine abstehende Federholle am Hinterkopf, ist  er unverkennbar.

In der Balzzeit kann man nicht nur die gewagten Flugmanöver der Männchen bewundern, sondern diese auch lautstark hören mit seinem Ruf "Kie-wit" oder „wit-wit-wit-wit“ um den Weibchen zu imponieren. Die Männchen scharren oft kleine Mulden in den Boden und rupfe

n Gräser, um die Weibchen mit diesem sogenannten „Scheinnisten“ von ihren Nestbau-Qualitäten zu überzeugen.

Nahrung: Er ernährt sich unter anderem von Käfern, Insekten, sowie deren Larven, Heuschrecken und Regenwürmern.

Lebensraum: Früher waren Kiebitze weit verbreitet.

Aber durch Trockenlegung von Feuchtwiesen und eine intensivere Landwirtschaft sind ihre Bestände massiv zurückgegangen. Durch frühe Mahd und schnell wachsende Kulturen sind Äcker und Wiesen weitgehend als Bruthabitat ungeeignet. Ihr Nest besteht aus einer Bodenmulde und ist umgeben von besonders kurzer Vegetation.

Darin legen Kiebitze meist vier Eier. Die Brutzeit reicht von April bis Juli, nach 26 bis 29 Tagen schlüpfen die Küken. Es sind Nestflüchter, die mit 35 bis 40 Tagen fliegen können und selbständig werden. Um Feinde von seinen Jungen wegzulocken, täuscht der Kiebitz vor, eine leichte Beute zu sein, indem er sich krank stellt und gewissermaßen flügellahm. So lockt er die Fraßfeinde fort und entwischt dann selbst.

 

 

Vogel des Jahres 2024

Kiebitz

 

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